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Oberflächen

Oberflächen

Raue Oberflächen oder glatte Strukturen: Behandlungsmethoden wie Absäuern oder Waschen verleihen dem Beton Charakter, Schönheit, Sinnlichkeit. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Möglichkeiten erklärt. 

 

Schalungsglatte Oberflächen

Die der Schalung zugewandte Seite eines Fertigteils bietet nach dem Ausschalen eine besonders glatte, porenarme und weitestgehend ungestörte Oberfläche. Bei der Herstellung von Sandwichplatten im sogenannten „Negativverfahren“ – dem im Regelfall in einem Fertigteilwerk angewandten Fertigungsprozess bei Elementen mit mehrschichtigen Querschnitten – wird dieser Umstand oft zur Produktion besonders glatter Fassadenflächen genutzt. Weil das Material der Schalung die Optik der Elementoberfläche stark beeinflussen kann, wird zwischen Stahl-, Holz- und Kunststoff- oder Folien-geschalten Flächen differenziert.

 

Stahl-geschalte Oberflächen

Das Schalen von Fertigteilen auf Stahl ergibt glatte und dichte Flächen und verstärkt die Lebendigkeit der Betonoptik. Aufgrund der großformatigen Kipptischflächen, können Schalungsplattenstöße vermieden werden. Wegen des meist unaufwändigen Grundschalungsbaus und dem Vorteil, dass mit magnetfixierten Abschalsystemen gearbeitet werden kann, ist die Herstellung auf Stahl-geschalten Oberflächen besonders kostengünstig.

 

Holz-geschalte Oberflächen

Fertigteile, die auf Holz oder Mehrschichtplatten geschalt werden, weisen grundsätzlich gleichmäßigere, weniger wolkige Oberflächen auf. Da das Schalungsmaterial nach mehrmaligem Einsatz abgenutzt wird und damit ausgebessert oder ersetzt werden muss, ist der Arbeitsaufwand im Vergleich zum Schalen auf Stahl erhöht.

 

Kunststoff- oder Folien-geschalte Oberflächen

Fertigteile, welche auf Kunststoffplatten oder -folien geschalt werden, weisen je nach Rauheit und Struktur des Schalungsmaterials matte bis leicht spiegelnde Oberflächen auf. Die sichtbetontypische Wolkigkeit der Oberfläche bleibt erhalten. Weil die Aufbereitung von Kunststoffplatten nur bedingt möglich ist und Folien nach einmaliger Verwendung entsorgt werden müssen, erhöht sich beim Schalen auf Kunststoffen der Materialverbrauch im Vergleich zum Schalen auf Stahl.

 

 

Abgezogene Oberflächen

Bei der horizontalen Fertigungsmethode von Stahlbetonfertigteilen, kann die Zeit der chemischen Reaktion bis zur Erhärtung des Betons für die manuelle Bearbeitung der Oberflächen genutzt werden. Dabei kann entweder eine weitestgehend glatte Oberfläche oder eine gezielte Oberflächenstruktur wie eine Putzstruktur-Imitation oder ein Besenstrich erzeugt werden.

 

Fein geglättete Oberflächen

Flächen, die unter Einsatz eines Federbleches oder von Flügelglättern bearbeitet werden, bezeichnet man im Allgemeinen als „fein geglättete Oberflächen“. Nach dem Bearbeiten sind solche Oberflächen weitestgehend glatt, porenarm und zeichnen sich durch einen gleichmäßigen Farbton aus.

 

Oberflächen mit Putzstruktur

Die strukturelle Oberflächen-Imitation einer Putzstruktur ist durch Anwendung eines speziellen Roller-Verfahrens möglich. Die Flächen erscheinen so farblich gleichmäßig – die sichtbetontypische Wolkigkeit geht verloren.

 

 

Oberflächen mit Besenstrich

Ähnlich wie bei Fertigteiloberflächen mit Putzstruktur, verliert eine mit einem Besenstrich versehene Elementfläche die wolkige Sichtbetonoptik. Ein horizontaler, vertikaler oder schräger Besenstrich, kann aber für das architektonische Erscheinungsbild eines Gebäudes unterstützend wirken.

 

 

Strukturierte schalungsberührte Oberflächen

Auch der Schalfläche zugewandte Bauteilseiten können mit verschiedenen Methoden eine Strukturierung erhalten. Zu unterscheiden sind dabei physische Strukturierungsmethoden – wie beispielsweise das Betonieren auf Strukturmatrizen – und chemische Strukturierungsverfahren – wie die Bauteilherstellung auf speziellen Abbundverzögerern. Die beiden Methoden unterscheiden sich in Wirkungsweise und Strukturtiefe stark voneinander.

 

Oberflächen mit Matrizenstruktur

Durch das Einlegen von Strukturmatrizen in die Fertigteilschalung können gemusterte Oberflächen mit nahezu beliebiger Tiefe erzeugt werden. Weil die Bildung einer Zementleimschicht auf der Strukturmatrize nicht verhindert wird, bleibt die Oberfläche unter Anwendung dieses Verfahrens geschlossen und die Betonkörnung wird nicht sichtbar.

 

Waschbetonoberflächen

Im Gegensatz zur Sichtbeton-Oberflächengestaltung mit Matrizen wird bei der Herstellung von Waschbetonoberflächen die Gesteinskörnung des Betons gezielt freigelegt. Möglich wird dies durch das Auftragen eines Abbundverzögerers auf die Bauteilschalung. Gestalterische Möglichkeiten sind vorrangig durch Farb- und Geometrieauswahl des Körnungsmaterials gegeben. Die Auswaschtiefe erfolgt gemäß Bauherrnwunsch.

 

Graphic Concrete

Beim in Finnland entwickelten Herstellungsverfahren „Graphic Concrete“ wird die Bildung einer Zementleimschicht ähnlich wie bei gewaschenen Oberflächen, aber durch die Betonage auf Trägerfolien mit appliziertem Abbundverzögerer punktuell, linear oder flächig unterbunden. Aus dem Kontrast zwischen dem freigelegten Körnungsmaterial und der ungestörten Zementleimschicht ergeben sich Formen und Bilder nach architektonischem und künstlerischem Wunsch.

 

 

Bearbeitete Oberflächen

Junger Beton kann nach dem Ausschalen auf vielfältige Weise bearbeitet werden. Für die architektonische  Oberflächengestaltung gibt es verschiedene Bearbeitungsverfahren: physische (z.B. Schleifen) und chemische (z.B: Absäuern).

 

Geschliffene Oberflächen

Das Schleifen von Sichtbetonoberflächen erfolgt in einem mehrstufigen arbeitsaufwendigen Prozess, in welchem die Betonfläche immer feiner zermahlen wird. Nach Abschluss der physischen Bearbeitung ist die Oberfläche extrem glatt und großenteils spiegelnd. Die Wolkigkeit der Sichtbetonoberfläche geht dabei nicht gänzlich verloren.

 

Abgesäuerte Oberflächen

Durch das mehrmalige Aufbringen und Abwaschen einer schwachen Säure wird bei der Herstellung abgesäuerter Sichtbetonoberflächen die oberste Zementleimschicht eines Bauteils abgetragen und die Gesteinskörnung freigelegt. Die Auswaschtiefe erfolgt nach Bauherrnwunsch. Unter Anwendung des Verfahrens können besonders gleichmäßige Oberflächen hergestellt werden.

 

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